Gegründet im November 1989 – Online-Ausgabe seit 2004 Ausgabe Nr.118 - 05. Mai 2018

Der Moeschlerweg – Die Stadträte werden in der Stadtratssitzung am 29. Mai über die Einwendungen der Bürger gegen die Einziehung des Weges aus dem Straßenbestandsverzeichnis der Stadt Meerane entscheiden.


Ausschnitt aus dem Stadtplan von Meerane.
Der Plan war eine Beilage im Adressbuch von 1907 aus dem Druck und Verlag von Johannes Sievers (Inh. W. Drechsel) Verlag des Meeraner Tageblattes, Poststraße 19.

Erklärung: Der Moeschlerweg blau gefärbt verbindet die Steingasse / Schönberger Straße mit der Friedhofstraße.
Den orangen Bereich will die Stadt aus dem Meeraner Straßenbestandsverzeichnis streichen und die öffentliche Widmung entziehen.

Damit würde dieser Wegabschnitt zum Privatweg und möglicherweise zur Sackgasse, wenn der Eigentümer aus Haftungsgründen den über seinen Grund laufenden Wegteil sperrte. Die öffentliche Widmung schützte den Bestand von Wegen, auch wenn sie über Privatgrund verlaufen. Für den Moeschlerweg ist das seit über hundert Jahren der Fall.

Die Schilder und somit Rechtssicherheit für Eigentümer und Nutzer (siehe mb Nr.117) wurden bereits vor einem Beschluss der Stadträte zu den Einwendungen der Bürger mit deutscher Gründlichkeit von der Verwaltung entfernt und so Fakten geschaffen. –o-

Historisches Beispiel aus dem Unterricht im Straßenrecht in den 1970er Jahren in der Verwaltungsfachhochschule Ludwigsburg. – Unsinn bleibt länger im Gedächtnis


Herr Pfarrer Clemens Baumert feierlich verabschiedet

Foto: Wolfgang Geier

Es sind gerade die eher wenigen Begegnungen, die mir aus seinen zwanzig Meeraner Jahren in besonderer Erinnerung sind. Auch von seinem letzten Gottesdienst in Sankt Marien am Sonntag, dem 22. April, den ich als Gast erleben durfte, klingen seine Worte in mir nach. Seine Maxime, immer „nur“ ihr Pfarrer sein zu wollen, hat seiner Gemeinde viel gegeben. Eine Poolposition war nie sein Thema. Mit schlesischen Wurzeln ist seine Sprache noch die vieler älterer Gemeindemitglieder. In unserer katholischen Gemeinde in Meerane wird es nun ohne ortsansässigen Pfarrer weitergehen müssen. „Erhaltet diese Kirche!“ war sein Aufruf an die versammelte Gemeinde am Ende seines letzten Gottesdienstes in Sankt Marien. Peter Ohl


Der Förderkreis Friedhof Meerane e. V. informiert

Im April konnten die Arbeiten am Portikus schrittweise beginnen. Schäden am Mauerwerk wurden beseitigt, Durchfeuchtungen trocken gelegt und der Neuverputz vorbereitet. Bis zum Erscheinen dieser Mitteilung im Juni könnte die Firma Löwen-Restaurierung aus Flöha diesen Bauabschnitt fast abgeschlossen haben. Parallel dazu werden Restarbeiten an den anderen Seiten der Halle erledigt. Die Finanzierung ist hier durch Fördermittel von Bundesregierung, vom Freistaat Sachsen, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und auch Dank der vielen Bürgerspenden samt Eigenmitteln des Friedhofs gedeckelt.
Anders sieht es bisher bei der Innensanierung aus. Beantragte Fördermittel liegen beim Sächsischen Staatsministerium des Inneren für den denkmalpflegerischen Mehraufwand bereit. Doch über den Antrag auf Mittel aus dem Sonderprogramm des Bundes kann erst entschieden werden, wenn der Bundeshaushalt im Juli 2018 beschlossen ist.
Das vom Kirchenvorstand beauftragte Architekturbüro Scholz nutzt die Zeit zur Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und der Landeskirche Sachsen zur optimalen Bauvorbereitung, Sobald die Finanzierung steht, soll mit den Ausschreibungen für die Handwerksleistungen im Innenraum begonnen werden. Auf den Friedhof in Trägerschaft der Kirchgemeinde St. Martin kommen im letzten Bauabschnitt große Herausforderungen zu. Nicht nur das 150-jährige Jubiläum gilt es dieses Jahr würdig zu begehen. Auch die Sanierung der Halle bei laufendem Betrieb, erst außen und demnächst innen, belastet die Mitarbeiter um Friedhofsverwalter Uwe Horn enorm. Unseren Blick richten wir auf das Jahresende 2018. Das wäre die Zielgerade, die noch einmal alle Kräfte abfordert.
Als Förderkreis begleiten wir mit den Bürgerinnen, Bürgern und Firmen dieses Projekt seit sieben Jahren mit einem unverminderten Engagement. Und wir freuen uns auf den Tag, an dem wir unter dem Satz: „Sanierung der Neuen Friedhofshalle in Meerane gemeinsam geschafft.“ einen Punkt machen können. Dr. med. Peter Ohl, Vorsitzender

Ersetzen der schadhaften Ziegel am Portikus durch die Firma Löwen-Restaurierung aus Flöha

Fortsetzung der Spenderliste von 1454 - 1477

Ulrich und Gerlinde Otto, Dr. Klaus Schiller (Glauchau), Astrid Sommer, H.- U. W., Eckhard Krause (München), Peter und Christine Sieber, Irene Siedlaczek, Frank und Karin Preuss, Renate Erfurth, Dr. Dietmar Walter, Heinz und Gertraude Wolf (Seiferitz), Barbara Gerold, Eldor und Pia Gengerke, Gisela Schulz, Erika Fischer, Ingolf und Gabriele Leistner, Wilfried und Sieglinde Weber, Klaus und Karin Walther, Manfred und Waltraud Lau, Ruth Werner, Christian und Gertraude Nötzold, Manfred und Monika Höbald, Marion Gilmer, Manfred Schendel, Uwe und Ruth Horn

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung der Hallensanierung!

Kontostand
44.460 €
Spendensumme
154.765 €
Stand: 30. April 2018

Bisherige Spendenverwendung (Beträge gerundet):
2012 Restaurierung Stiftergrab, 2014 Schmuckgitter5.000 €
2013 Friedhofparkplatz18.000 €
Sanierung Neue Halle
1. Bauabschnitt (außen) 201542.000 €
2.a. Bauabschnitt (außen) 2016/1745.000 €
2.b. Portikus 2018 (Rücklage noch auf dem Konto)10.000 €

Konto für Ihre Spende: Förderkreis Friedhof Meerane e. V. - Sparkasse Chemnitz, IBAN DE02 87050000 0710 0110 91 BIC CHEKDE81XXX Zweck: Friedhofshalle.

Vorbereitete Überweisungsträger in der Friedhofsverwaltung, im Pfarramt und in der Sparkasse.


Post aus Australien

Rolf Stelzer schrieb uns am 3. April 2018 nach Meerane:

„...Ich bin der letzte von 150 Zimmerleuten, welche für einen 2-jährigen Contrakt nach dem zweiten Weltkrieg für das Snowy Projekt nach Australien kamen. Ich war damals der Jüngste. Viele von unseren Freunden und Bekannten haben sich verabschiedet. Und wir sind nun mit deren Kindern in Verbindung, welche zum größten Teil auch Rentner sind...“

Rolf Stelzer, ist 1927 in Meerane geboren und am Posernweg aufgewachsen. Nach Krieg und Zimmermannslehre folgte er 1951 einem großen Arbeitsangebot nach Australien. Er und viele seiner Freunde blieben dort und gründeten Familien. Die Verbindung nach Meerane aber hat er bis heute gehalten. Doch nur selten kam er heim. „Warum musste er nur so weit weggehen?“ – klagte früher seine alte Mutter am Posernweg 46. Sie war meine Patientin. Wir hatten Rolf und seine vor vielen Jahren verstorbene Frau Ilse über Briefe kennen gelernt. Zum 825-jährigen Jubiläum der Stadt Meerane besuchte er uns zum zweiten Mal. Und 2007 besuchten meine Frau und ich ihn mit seiner Lebensgefährtin dann zu seinem 80. Geburtstag bei Wollongong. Jetzt ist er über 90 Jahre alt. Die Briefe und Fotos gehen hin und her. So nehmen wir aneinander Anteil. Für das Meeraner Blatt ist er wohl der entfernteste Leser. Auch die Sanierung der Friedhofshalle hat er tüchtig unterstützt. Peter Ohl


Uluruh bei Meerane? - Sonnenaufgang in der Osterzeit

Blick vom Moeschlerweg

Ankündigung


45 Jahre
hot and blue jazzband

Jubiläumskonzert am
9. Juni 2018, 19.30 Uhr

Renaissanceschloss
Ponitz

Buchempfehlung

Renate Baumgarten,
Not macht erfinderisch, Drei Jahrzehnte Chefärztin in Ost und West
Mitteldeutsche Verlag, ISBN 3-89812-224-7
Frau Prof. Dr. Renate Baumgarten, geb. 1938 in Berlin gibt eine bemerkenswerte Rückschau auf ihre jahrzehntelange medizinische Praxis in Ost und West als ein Stück „gelebte Medizingeschichte“ und besitzt durchaus Brisanz für Gegenwart und Zukunft des deutschen Gesundheitswesens.


Internationaler Tag der Pressefreiheit am 3. Mai

Hintergrund der Entstehung des Tages ist die Deklaration von Windhoek. Diese Erklärung wurde am 3. Mai 1991 auf einem UNO/UNESCO-Seminar zur Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse in Windhoek (Namibia) verabschiedet. Zentrale Aussage der Erklärung ist, dass freie, pluralistische und unabhängige Medien ein äußerst wichtiges Merkmal demokratischer Gesellschaften sind.


Gedenken an Karl Marx geboren vor 200 Jahren am 5. Mai 1818 in Trier

… unsere Jugendlichen, oder wer auch immer, haben kein Verständnis oder wissen nichts mehr über die 40 Jahre DDR. Das wäre auch nicht ganz so schlimm, aber von Marx und von allen anderen Leuten sollten sie doch etwas wissen.“ Peter Sodann in einem Deutschlandfunk-Interview 2008

Am 9. September 1990 beschloss der Gemeinderat von Meerane im Hinblick auf die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse die Änderung von 20 Straßennamen (siehe Meeraner Blatt Nr. 49 vom 20. Oktober 1990).
Auch die Karl-Marx-Straße war davon betroffen. Sie wurde nun zur Schulstraße.
Im Rückblick betrachtet ging es uns nicht um den bedeutenden Philosophen Karl Marx, sondern um das, was die 16 bis 22 Mitglieder des Politbüros der SED in den 40 Jahren der DDR aus seinen Überlegungen gemacht hatten. Das haben wir damals nicht differenziert.
Das Besondere dieser Sitzung war, sie fand im Bus auf der Rückreise von der Gründung unserer „Städtepartnerschaft Meerane - Lörrach“ statt. –o–


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